Sendereihe: "Macht und Menschenrechte" ( Unser Politikblog TV) November - dann in anderem Format

Mittwoch, 4. Oktober 2017

World War prevented – a great victory of reason

Unser Politikblog | 04.10.2017

In the beginning of July 2017, the escalation of the Syria conflict has again been narrowly prevented.
This press declaration is not about assignments of guilt, but about irresponsible lines of thoughts and of actions and about identifications with those, and about how just in time an exit of those has succeeded.

At the 17.06.2017, the human rights activist Sarah Luzia Hassel-Reusing, Wolfgang Effenberger, and Gabriela-Schimmer-Göresz have filed a constitutional complaint (file number 2 BvR 1400/17) against the resolution of the Bundestag (Lower House of the German national parliament) of the 09.11.2016 on the prolongation and expansion of the Syria deployment of the Bundeswehr (German army).

Wit letter of the 03.07.2017, they have vividly just in time explained further the then acute escalation dangers of the Syria conflict, in order to point out, that interim injunctions applied for have not only been urgently necessary because of the unlawfulness of the German Syria deployment, but also as a decisive signal in order to just prevent the escalation to thermonuclear war.
The letter has explained, that the shifting of the Bundeswehr from Turkey to Jordan is in no way comparable to the interim injunctions applied for, since the Bundeswehr this way is redeployed closer to the focal point Al-Tanf.

That time, the USA and Great Britain, had, together with 4,500 fighters moderately labelled as „Free Syrian Army“, invaded to Al-Tanf in the South-East of Syria, have unilaterally proclaimed there in a wide area around Al-Tanf a „deconfliction zone“, and have at the 18.05.2017, at the 06.06.2017, and at the 08.06.2017, shot at Shiite militias allied with Syria respectively at the Syrian army. And at the 20.06.2017, a Syrian drone has been shot down near Al-Tanf. In the name of the ad hoc alliance „International Alliance in the Fight against Isis“, to which also Germany and the NATO belong, it has been announced at the 20.06.2017 regarding those incidents, that, in view of the recent events, the alliance would not allow any airforced sided with the Syrian government to get close to the troops of the alliance or of its partners.

Weltkrieg verhindert – ein großer Sieg der Vernunft

Unser Politikblog | 04.10.2017

(Volker Reusing,, Sarah Luzia Hassel-Reusing (plaintiff) and Wolfgang
Effenberger (plaintiff) at the 17.03.2016 in front of the Constitutional Court)

Anfang Juli 2017 ist die Eskalation des Syrien-Konflikts zum wiederholten Male knapp verhindert worden.
In dieser Pressemitteilung geht es nicht um Schuldzuweisungen, sondern um unverantwortliche Gedanken- und Handlungslinien und Identifikationen mit diesen, und wie gerade noch rechtzeitig ein Ausstieg aus diesen gelungen ist.

Am 17.06.2017 haben die Menschenrechtlerin Sarah Luzia Hassel-Reusing, Wolfgang Effenberger und Gabriela-Schimmer-Göresz Verfassungsbeschwerde (Az. 2 BvR 1400/17) gegen den Beschluss des Bundestags vom 09.11.2016 über die Verlängerung und Erweiterung des Syrien-Einsatzes der Bundeswehr eingelegt.

Mit Schreiben vom 03.07.2017 haben sie dem Gericht eindringlich die damals akuten Eskalationsgefahren des Syrien-Konflikts gerade noch rechtzeitig verdeutlicht zur Begründung, dass die beantragten einstweiligen Anordnungen nicht nur wegen der Rechtswidrigkeit des deutschen Syrien-Einsatzes dringend geboten gewesen sind, sondern auch als entscheidendes Signal, um die Eskalation zum thermonuklearen Krieg noch zu verhindern.
Das Schreiben hat auch dargelegt, dass die Verlegung der Bundeswehr von der Türkei nach Jordanien mit den beantragten einstweiligen Anordnungen in keiner Weise vergleichbar ist, zumal die Bundeswehr dadurch näher an den Brennpunkt Al-Tanf verlegt werde.

Damals waren die USA und Großbritannien zusammen mit 4.500 gemäßigt als „Freie Syrische Armee“ etikettierten Kämpfern nach Al-Tanf im Südosten Syriens einmarschiert, haben dort in einem weiten Umkreis um Al-Tanf einseitig eine „Deconfliction Zone“ ausgerufen und am 18.05.2017, am 06.06.2017 und am 08.06.2017 mit Syrien verbündete schiitische Milizen bzw. die syrische Armee beschossen. Und am 20.06.2017 wurde bei Al-Tanf eine syrische Drohne abgeschossen. Im Namen des ad hoc – Bündnisses „Internationale Allianz im Kampf gegen Isis“, zu dem auch Deutschland und die NATO gehören, wurde zu diesen Zwischenfällen am 20.06.2017 verlautbart, sie werde angesichts der kürzlichen Ereignisse auf Seiten der syrischen Regierung stehenden Luftwaffen nicht erlauben, nah an die Truppen der Allianz oder ihrer Partner heranzukommen.

Montag, 28. August 2017

Stoppt den Grundrechtsboykott ! Massenpetition zur Rettung des Rechtsstaats gestartet !

(mit der Bitte um Veröffentlichung)

Unser Politikblog | 28.08.2017

Am 27.08.2017 haben Sarah Luzia Hassel-Reusing, Dr. Petra Plininger, Volker Reusing und

Das deutsche Grundgesetz hat starke und einklagbare Grundrechte. In einem Rechtsstaat müssendiese aber nicht nur auf dem Papier stehen, sondern auch angewandt werden. Die Petition will Änderungen von Bundesverfassungsgerichtsgesetz, Grundgesetz und Strafgesetzbuch, damit Justiz und Behörden sich nicht mehr vor der Anwendung ordnungsgemäß geltend gemachter Grund- und Menschenrechte drücken können.
Volker Reusing, Sarah Luzia Hassel-Reusing  vor dem Bundesverfassungsgericht
 WolfgangEffenberger
Dr. Petra Plininger

Die Petition begehrt die Streichung der Möglichkeit, Verfassungsbeschwerden ohne Begründung abzulehnen. Damit das Bundesverfassungsgericht künftig nicht mehr verschleiern kann, ob es die
fairen Annahmekriterien (eigene, gegenwärtige und unmittelbare Betroffenheit in Grundrechten
sowie entscheidungserhebliche rechtsfortbildende Fragen) rechtmäßig angewandt hat.
Die Befangenheitsvorschriften sollen noch unmissverständlicher formuliert werden, dass jeder


Verfassungsrichter mit einem Interesse an einem bestimmten Ausgang des Verfahrens befangen ist und nicht nur (wie in der unhaltbaren Auslegung der bisherigen Befangenheitsvorschriften seit nun mindestens 33 Jahren) in dem äußerst seltenen Fall, dass ein Verfassungsrichter in einer vorherigen
Instanz schon zu dem gleichen Fall geurteilt hat. Entgegen dem eindeutigen Wortlaut des Bundesverfassungsgerichtsgesetzes entscheiden
Richter, gegen die sich ein Befangenheitsantrag richtet, mit über den Befangenheitsantrag. Dieses Verhalten will die Petition ausdrücklich als Rechtsbeugung unter Strafe gestellt haben.Auch die Nichtanwendung geltend gemachter Grund- und Menschenrechte (von den Vereinten Nationen bezüglich Uno-Sozialpakt und Uno-Frauenrechtskonvention schon mehrfach gerügt) soll laut der Petition gesetzlich als Rechtsbeugung definiert werden. Damit soll insbesondere Entwicklungen entgegengetreten werden, dass im Verhältnis zur EU nur noch Demokratie und Wahlrecht angewendet werden und gar (von einem betreffenden Richter selbst als „Revolution“ bezeichnet) in Urteilen die Ewigkeitsgarantie des Grundgesetzes auf Wahlrecht und Demokratie verengt wird. Als ob die Bürger nur zum Wählen der Politiker da wären. Dieser Verkennung der
Menschenwürde und des Wesensgehalts aller übrigen Grundrechte muss gesetzgeberisch Einhalt geboten werden.Die Ewigkeitsgarantie (Art. 79 Abs. 3 GG) ist auf Initiative von Dr.Thomas Dehler ins Grundgesetz aufgenommen worden, um „einer Revolution die Maske der Legalität“ zu nehmen (Dr. Thomas Dehler, Sitzung vom 11.01.1949 des Allgemeinen Redaktionsausschusses des Parlamentarischen Rats).
Damit Rechtsbeugung durch Richter auch verfolgt wird, will die Petition gewählte
Geschworenengerichte dafür sowie unabhängige Staatsanwaltschaften. Außerdem will sie die Verjährung für Rechtsbeugungen durch Verfassungsrichter und oberste Bundesrichter aufheben.Damit Arbeitsüberlastung kein Problem mehr ist, verlangt die Petition das Verbot aller bezahlter
Nebentätigkeiten von Verfassungsrichtern, auch der bisher noch erlaubten an der Uni.
Zur Stärkung der Unabhängigkeit sollen die Verfassungsrichter außerdem durch das Volk gewählt werden sowie weder Parteimitgliedschaft noch Posten bei NGOs und eine mindestens dreijährige Berufserfahrung als Richter haben. Und die Bürger sollen mit jeweils 2.000 Unterschriften auch selbst Kandidaten aufstellen können.

Sonntag, 18. Juni 2017

Preventing the Escalation of the Syria Conflict – Constitutional Complaint Filed

Preventing the Escalation of the Syria Conflict – Constitutional Complaint Filed
(with the request for publication)

18.06.2017 | Unser Politikblog

(Volker Reusing,, Sarah Luzia Hassel-Reusing (plaintiff) and Wolfgang
Effenberger (plaintiff) at the 17.03.2016 in front of the Constitutional Court)
At Saturday, the 17.06.2017, a new group of plaintiffs, consisting of the human rights activist (according to UN resolution 53/144) Sarah Luzia Hassel-Reusing, Gabriela Schimmer-Göresz, and Wolfgang Effenberger, has filed a constitutional complaint (file number 2 BvR 1400/17) against the resolution by the Bundestag (lower house of the German national parliament) of the 09.11.2016 (file number 18/9960) on the prolongation and extension of the Syria deployment of the Bundeswehr (German army). The Federal Government, the fractions of the Bundestag, and the Constitutional Court have already been informed at the 07.04.2017 regarding this constitutional complaint.
The complaint wants to prevent the escalation of the Syria conflict to thermonuclear war and to reach the prohibition of the circumvention, by means of „humanitarian interventions“, of the prohibition of aggressive war. In addition to that, it wants to put through, that two biased judges move aside to achieve an orderly procedure.
The escalation to thermonuclear war is currently impending particularly by the one-sided illegal no-fly zones / safety zone, which the USA are trying to establish starting from the Syrian-Jordanian border town Al-Tanf. For that purpose, the international alliance in the fight against Isis has, in May and in June 2017, already made two airstrikes against the Syrian army and its Shiite allies, which are progressing towards Al-Tanf. The ad hoc alliance international alliance in the fight against Isis has been created for the fight against Isis, not to attack the Syrian army. And now the Bundeswehr even shall be relocated from the Turkish Incirlik to Jordan. So the direct involvement of the Bundeswehr with ground forces, with reconnaissance for airstrikes of the international alliance in the fight against Isis, and by means of joint staffs, into the escalation at Al-Tanf is impending. Particularly, as the Iranian news agency Farsnews is worrying, if it comes to a bigger invasion by USA, Great Britain, and Jordan at Al-Tanf. The current American behaviour gives the impression not to have been discussed with His Excellency, US President Donald Trump – similarly to the attempt by general John Allen (CNAS and then coordinator of the international alliance in the fight against Isis) in July 2015 for a no-fly zone in the North of Syria.
The papers by the think tanks CNAS („Defeating the Islamic State – A Bottom-Up Approach“) and Brookings Institution (Deconstructing Syria – Towards a regionalized strategy for a confederal country“) and the article „The Right Way to Create Safe Zones in Syria“ of the 11.05.2017 in Foreign Affairs (the magazine of the think tank CFR) are advertising (whilst downplaying the escalations risks) for no-fly zones / safety zones directed to escalation. Also the deescalation zones settled by Russia, Iran, and Turkey mean an escalation risk, because it is unclear, in how far the other countries involved in the Syria conflict will respect them.
(Volker Reusing and Gabriela Schimmer-Göresz (plaintiff))
The enforcement of any of these zones means in last consequence the downing of those fighter jets, which disrespect them, up to the danger of direct escalation with Russia respectively with the USA. Already in October 2016, there have been deliberations in the National Security Council of the USA, to abuse the international alliance in the fight against Isis for attacks against the Syrian army. Also the threat by Russia in October 2016, to down planes which are threatening the Russian troops in Syria, show the escalation risk.
Isis and Al Qaida, which have received their Armageddon ideology from the Muslim Brotherhood, are striving for the escalation of the Syria conflict to world war, because they regard themselves as chosen to provoke the final battle described in the Islamic Revelation, in order to bring about this way until 2020 the global caliphate, which also the Muslim Brotherhood is striving for. And it is completely obscure, which State and / or private actors really command Isis and Al Qaida. In addition to that, there are significant publicly visible pieces of evidence signalling, that the extortion networks (organized via human trafficking) of the international „deep state“, with its branches into secret services, into organized crime, into jihadism, into banks, and into armageddon-believing and occult groups, are able, to pressure also Western security policy deciders into the escalation of this conflict. Furthermore, the escalation of the Syria conflict is impending by attempts to split the country, and by the lacking coordination of the countries, which are militarily involved in Syria, with each other and particularly with the Syrian government. The nuclear powers USA, Russia, Great Britain, France, Israel, Saudi-Arabia, and China, are involved in the conflict, with different interests and to different extents. Also the joining of NATO into the international alliance in the fight against Isis has increased the escalation risks. Escalations risks originating from Germany, are also deployment of German soldiers in the Kurdish areas of Syria (which has been prohibited by the Syrian government) and the two biased constitutional judges.
(Volker Reusing and Wolfgang Effenberger (plaintiff))

The constitutional complaint shows these escalation risks for the German Syria deployment.  
The Syria conflict has, already several times, nearly escalated, among them the prevention just in time at the 31.08.2013 and the proposal by Saudi-Arabia in February 2016 (rejected by NATO) to invade into Syria and Iraq with an international Sunni ad hoc alliance.
And the repeated airstrikes by the international alliance in the fight against Isis against Syrian troops and Shiite troops allied with them, which are progressing towards Al-Tanf, seem to be short before escalation.

Eskalation des Syrien-Konflikts verhindern – Verfassungsbeschwerde eingereicht

Eskalation des Syrien-Konflikts verhindern – Verfassungsbeschwerde eingereicht
(mit der Bitte um Veröffentlichung)

18.06.2017 | Unser Politikblog


(Volker Reusing, Sarah Luzia Hassel-Reusing (Klägerin) und Wolfgang
Effenberger (Kläger) am 17.03.2016 vor dem Bundesverfassungsgericht
Am Samstag, den 17.06.2017, hat eine neue Klägergruppe, bestehend aus der Menschenrechtsverteidigerin (i. S. v. Uno-Resolution 53/144) Sarah Luzia Hassel-Reusing, Gabriela Schimmer-Göresz und Wolfgang Effenberger, Verfassungsbeschwerde (Az. 2 BvR 1400/17) eingereicht gegen den Beschluss des Bundestags vom 09.11.2016 (Drucksache 18/9960) über die Verlängerung und Erweiterung des Syrien-Einsatzes der Bundeswehr. Die Bundesregierung, die Fraktionen des Bundestags und das Bundesverfassungsgericht sind bereits am 07.04.2017 über diese Verfassungsbeschwerde informiert worden.
Die Klage will die Eskalation des Syrien-Konfliktes zum thermonuklearen Krieg verhindern sowie das Verbot des deutschen Syrien-Einsatzes und die Untersagung der Umgehung des Angriffskriegsverbots durch „humanitäre Interventionen“ erreichen. Außerdem will sie durchsetzen, dass zwei befangene Richter Platz machen für ein ordnungsgemäßes Verfahren.
Volker Reusing und Gabriela Schimmer-Göresz (Klägerin)
Die Eskalation zum thermonuklearen Krieg droht derzeit vor allem durch die einseitige illegale Flugverbotszone / Sicherheitszone, welche die USA ausgehend vom syrisch-jordanischen Grenzort Al-Tanf zu errichten versuchen. Hierfür hat die Internationale Allianz im Kampf gegen Isis im Mai und im Juni 2017 bereits zwei Luftangriffe gegen die in Richtung Al-Tanf vorrückende syrische Armee und deren schiitische Verbündete geflogen. Das ad hoc – Bündnis Internationale Allianz im Kampf gegen Isis ist für die Bekämpfung von Isis geschaffen worden, nicht zum Angriff auf die syrische Armee. Und nun soll die Bundeswehr auch noch vom türkischen Incirlik nach Jordanien verlegt werden. Damit droht die Bundeswehr mit Bodentruppen, Aufklärung für Luftangriffe der Internationalen Allianz im Kampf gegen Isis und über gemeinsame Stäbe direkt in die Eskalation in Al-Tanf hineingezogen zu werden. Vor allem, wenn es, wie von der iranischen Nachrichtenagentur Farsnews befürchtet, zu einer größeren Invasion der USA, Großbritanniens und Jordaniens bei Al-Tanf kommen sollte.






Das gegenwärtige amerikanische Vorgehen bei Al-Tanf erweckt den Eindruck, nicht mit Seiner Exzellenz, US-Präsident Donald Trump, abgestimmt zu sein – ähnlich demVorstoß von General John Allen (CNAS sowie damaliger Koordinator der Internationalen Allianz im Kampf gegen Isis) im Juli 2015 für eine Flugverbotszone im Norden Syriens.
Volker Reusing und Wolfgang Effenberger (Kläger)
Für auf Eskalation ausgerichtete Flugverbotszonen / Sicherheitszonen werben (unter Herabspielung der Eskalationsgefahren) die Papiere der Think Tanks CNAS („Defeating the Islamic State – A Bottom-Up Approach“) und Brookings Institution (Deconstructing Syria – Towards a regionalized strategy for a confederal country“) und der Artikel „The Right Way to Create Safe Zones in Syria“ vom 11.05.2017 in Foreign Affairs (dem Magazin des Think Tanks CFR). Auch die von Russland, Iran und Türkei vereinbarten Deeskalationszonen bedeuten ein Eskalationsrisiko, weil unklar ist, inwieweit sich die anderen in den Syrien-Konflikt involvierten Staaten daran halten.

Mittwoch, 19. April 2017

Constitutional Complaint filed against EU Data Protection Regulation (2 BvR 865 17)

Connectivity and the Diffusion of Power – Constitutional Complaint filed against EU Data Protection Regulation (2 BvR 865 17)

19.04.2017 | Unser Politikblog

Freedom of speech in danger – Will politicians, journalists, bloggers, human rights activists, and people wearing hearing aids soon have nothing to say anymore in Europe?

(c) Sarah Luzia Hassel-Reusing
At Thursday, the 13.04.2017, at 21.20, the human rights activist Sarah Luzia Hassel-Reusing has in time file a constitutional complaint against the EU Data Protection Regulation (file number (EU) 2016/679), including applications for interim injunction (one of those for urgent interim injunction ) and rejection of two judges for presumed bias regarding „breaking up and pushing aside the eternity guarantuee (art. 79 par. 3 Basic Law)“ and „bias regarding Bilderberg“. With letter of the 12.04.2017, the European Parliament, the EU Council of Ministers, the EU Commission, the Federal Government, the Bundestag, and the Bundesrat have been informed about the filing. The constitutional complaint claims the violation of the basic rights to human dignity (also in connection with the peace principle), to freedom, to freedom of speech, of information, and of the press, to freedom of occupation, to property, to the guarantuee of the course of law, and to vote, as well as of the universal human right to freedom of speech and of information. Her attention had been attracted to the draft regulation by the guest article „Ein Abschied von den Grundrechten“ („a goodbye to the basic rights“) by constitutional judge Prof. Dr. Johannes Masing of the 09.01.2012 in the newspaper Süddeutsche Zeitung.
The EU Data Protection Regulation, which has been concluded at the 14.04.2016, is a tool for censorship and surveillance, which is unique in this form, and which is going to be implemented from the 25.05.2018 on in all 28 EU member countries. And that, even though the EU is not entitled at all in its treaties, to set law on data protection, which obliges, in addition to the institutions of the EU and of the member states, also private persons. The constitutional complaint directs itself directly against the EU regulation, because it is directly applicable and ultra-vires (exceeding the EU's competences). And in this case only filing the complaint directly against it can suffice in view of the obligation of the Constitutional Court, which has been established in the Lisbon Judgement and in the Maastricht Judgement, to control the EU law not only regarding the basic rights, but also regarding ultra-vires.

Montag, 17. April 2017

Konnektivität und Diffusion der Macht – Verfassungsbeschwerde gegen EU-Datenschutz-Grundverordnung eingereicht

16.04.2017 | Unser Politikblog

Sarah Luzia Hassel-Reusing (c)
An die Presse

mit der Bitte um Veröffentlichung

Meinungsfreiheit in Gefahr - Haben Politiker, Journalisten, Blogger, Menschenrechtler und Hörgeräteträger in Europa bald nichts mehr zu sagen?

Am Donnerstag, den 13.04.2017 um 21.20 Uhr hat die Menschenrechtlerin Sarah Luzia Hassel-Reusing fristgerecht Verfassungsbeschwerde eingereicht gegen die EU-Datenschutz-Grundverordnung (Az. (EU) 2016/679), incl. Anträgen auf einstweilige Anordnung (davon einem Eilantrag) und Ablehnung von zwei Richtern wegen Besorgnis der Befangenheit hinsichtlich der Befangenheitssachen „Aufbrechen und Beiseiteschieben der Ewigkeitsgarantie (Art. 79 Abs. 3 GG)“ und „Rücksichtnahme auf Bilderberg“.Mit Schreiben vom 12.04.2017 sind Europaparlament, EU-Ministerrat, EU-Kommission, Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat über die Einreichung informiert worden. Sie macht die Verletzung der Grundrechte auf Menschenwürde (auch in Verbindung mit dem Friedensgebot), Freiheit, Meinungs-, Informations- und Pressefreiheit, Berufsfreiheit, Eigentum, Rechtsweggarantie und Wahlrecht sowie des universellen Menschenrechts auf Meinungs- und Informationsfreiheit geltend. Aufmerksam geworden auf den Verordnungsentwurf war sie durch den Gastartikel „Ein Abschied von den Grundrechten“ von BVR Prof. Dr. Johannes Masing vom 09.01.2012 in der Süddeutschen Zeitung.
Die am 14.04.2016 vom Europaparlament beschlossene EU-Datenschutz-Grundverordnung ist ein in dieser Form präzedenzloses Zensur- und Überwachungsinstrument, welches ab dem 25.05.2018 in allen 28 EU-Mitgliedsstaaten zum Einsatz kommen soll. Und das, obwohl die EU laut ihren Verträgen gar nicht ermächtigt ist, Datenschutzrecht zu schaffen, das außer den Institutionen der EU und der Mitgliedsstaaten auch Private verpflichtet. Die Verfassungsbeschwerde wendet sich direkt gegen die EU-Verordnung, weil diese unmittelbar anwendbar und ultra-vires (kompetenzüberschreitend) ist, und hier nur durch die direkte Anfechtung der im Lissabon-Urteil und im Maastricht-Urteil bestätigten Verpflichtung des Bundesverfassungsgerichts, das EU-Recht nicht nur hinsichtlich Grundrechtsschutz, sondern ebenso hinsichtlich ultra-vires zu kontrollieren, Genüge getan werden kann.


Sonntag, 9. April 2017

constitutional complaint shall prevent the escalation of the Syria conflict to thermonuclear war – timely public discussion secures rule of the law and peace

Sarah Luzia Hassel-Reusing
Thorner Str. 7
42283 Wuppertal
Germany
landline: +49/202/2502621
email: chatling@gmx.de
human rights defender
(according to UN resolution 53/144)


to the press
with the request for publication


subject: -constitutional complaint shall prevent the escalation of the Syria conflict to thermonuclear war – timely public discussion secures rule of the law and peace
-Bundestag, Federal Government, and Constitutional Court have been informed on constitutional complaint to come against the resolution by the Bundestag (file number 18/9960) of the 09.11.2016 on the prolongation and expansion of the Syria deployment of the Bundeswehr


08.04.2017

Dear ladies and gentlemen,

with letter of the 07.04.2017, we have informed the Federal Government, the Constitutional Court, as well as the President and the fractions of the Bundestag, that we will, with a new group of plaintiffs, file a constitutional complaint against the resolution by the Bundestag of the 09.11.2016 (file number 18/9960) on the prolongation and the expansion of the Syria deployment of the Bundeswehr. Our complaint will also contain applications for interim injunction and challenges of constitutional judge Prof. Dr. Peter-Michael Huber and of the President of the Constitutional Court, Prof. Dr. Andreas Voßkuhle, for presumed bias (art. 18, 19 BVerfGG) regarding „breaking up and pushing aside of the eternity guarantuee (art. 79 par. 3 Basic Law)“ and „bias regarding Bilderberg“.
The timing of the public debate particularly before the filing of the complaint will be crucial for its success. The prevention of the escalation to a thermonuclear war is absolutely preeminent. With the bombardement, in the morning of the 07.04.2017, of a Syrian military basis in Homs by the US air force, the world stands similarly close to a thermonuclear catastrophe as at the 31.08.2013.
The achievement of timely visibility and of a public debate have shown to be indispensable for life and for the rule of the law.

The supposed safety zones respectively no-fly zones in Syria would aggravate even more the risk of a thermonuclear war, and the current situation threatens to accelerate their introduction.
Art. 303 of the US law HR 5732 of the 15.11.2016 obliges the US government to assess the implementation of such zones within 90 days of the enactment of that law. The enforcement of such a zone would lead into direct confrontation with the Syrian army and so also with Russia. See the CNAS paper „Defeating the Islamic State – A Bottom-Up Approach“ and the Brookings Institution paper „Deconstructing Syria – Towards a regionalized strategy for a confederal country“.
In the end of January 2017, His Excellency, US President Donald Trump, has ordered the Pentagon and the Foreign Ministry to assess within 90 days, i. e. until at latest about the end of April, the introduction of safety zones in Syria.
We will discuss this escalation risk for the German Syria deployment in the constitutional complaint. It is crucial to achieve an interim injunction, before the no-fly zones respectively safety zones in Syria are implemented. That will bring about the necessary international signalling effect.


Verfassungsbeschwerde soll Eskalation des Syrien-Konflikts zum thermonuklearen Krieg verhindern – rechtzeitige öffentliche Diskussion sichert Rechtsstaatlichkeit und Frieden

Sarah Luzia Hassel-Reusing
Thorner Str. 7
42283 Wuppertal
Deutschland
Festnetz: +49/202/2502621
Email: chatling@gmx.de
Menschenrechtsverteidigerin
(i. S. v. Uno-Res. 53/144)


An die Presse
mit der Bitte um Veröffentlichung




Betreff:-Verfassungsbeschwerde soll Eskalation des Syrien-Konflikts zum thermonuklearen Krieg verhindern – rechtzeitige öffentliche Diskussion sichert Rechtsstaatlichkeit und Frieden
-Bundestag, Bundesregierung und Bundesverfassungsgericht wurden informiert
über kommende Verfassungsbeschwerde gegen den Beschluss des Bundestags (Drucksache 18/9960) vom 09.11.2016 über die Verlängerung und Erweiterung des Syrien-Einsatzes der Bundeswehr

08.04.2017

Sehr geehrte Damen und Herren,

Bundesverfassungsgericht ((C) S.L.Hassel-Reusing)
mit Schreiben vom 07.04.2017 haben wir die Bundesregierung, das Bundesverfassungsgericht sowie den Präsidenten und die Fraktionen des Bundestags darüber informiert, dass wir mit einer neuen Klägergruppe eine Verfassungsbeschwerde einreichen werden gegen den Beschluss des Bundestags vom 09.11.2016 (Drucksache 18/9960) über die Verlängerung und Erweiterung des Syrien-Einsatzes der Bundeswehr. Unser Rechtsmittel wird auch Anträge auf einstweilige Anordnung und Ablehnungen von BVR Prof. Dr. Peter-Michael Huber und Verfassungsgerichts-präsident Prof. Dr. Andreas Voßkuhle wegen Besorgnis der Befangenheit (§§18, 19 BVerfGG)
in den Befangenheitssachen „Aufbrechen und Beiseiteschieben der Ewigkeitsgarantie (Art. 79 Abs. 3 GG)“ und „Rücksichtnahme auf Bilderberg“ enthalten.
Das Timing der öffentlichen Debatte vor allem vor der Einreichung der Klage wird entscheidend sein für ihren Erfolg. Die Verhinderung der Eskalation zu einem thermonuklearen Krieg ist absolut vorrangig. Mit der Bombardierung einer syrischen Militärbasis in Homs durch die US-Luftwaffe am Morgen des 07.04.2017 steht die Welt ähnlich nah an einer thermonuklearen Katastrophe wie am 31.08.2013.
Die Herstellung der rechtzeitigen Sichtbarkeit und einer öffentlichen Debatte haben sich als für das Leben und für die Rechtsstaatlichkeit unerlässlich erwiesen.

Dienstag, 29. November 2016

Offener Brief an das Bundesverfassungsgericht (2 BvR 2174/16)

29.11.2016 | Unser Politikblog

(mit der Bitte um Veröffentlichung)


Volker Reusing und Wolfgang Effenberger
 mit Verfassungsbeschwerde (Az. 2 BvR 2174/16)
Am 27.10.2016 ist ohne Begründung beschlossen worden, die Verfassungsbeschwerde (2 BvR 2174/16) vom 18.10.2016 gegen den Beschluss (Drucksache 18/6866) vom 03.12.2015 über den Syrien-Einsatz der Bundeswehr nicht zur Entscheidung anzunehmen.

Daraus ergeben sich folgende Fragen, welche am 25.11.2016 an das Bundesverfassungsgericht gegangen sind:



„1. Warum ist in der Nichtannahme von allen Anträgen in der Hauptsache der Antrag Nr. 8 zu §93d Abs. 1 S. 3 BVerfGG nur sehr viel kürzer wiedergegeben als die anderen 8 Anträge (nur„§93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG“ statt „§93d Abs. 1 S. 3 BVerfGG für verfassungswidrig und damit für nichtig zu erklären, hilfsweise für §93d Abs. 1 S. 3 BVerfGG eine mit Art. 1 Abs. 1+2 GG, Art. 3 GG, Art. 19 Abs. 4 GG, Art. 38 GG, Art. 14 Uno-Zivilpakt (i. V. m. Art. 1 Abs. 1+2 GG, Art. 2 Abs. 1 GG, Art. 25 GG und Art. 38 GG) und Art. 26 Uno-Zivilpakt (i. V. m. Art. 1 Abs. 1+2 GG,Art. 2 Abs. 1 GG, Art. 25 GG und Art. 38 GG) konforme Auslegung vorzugeben)“?

2. Warum ist die Nichtannahme außer durch den Berichterstatter nicht durch die beiden anderen originär zuständigen Verfassungsrichter der dritten Kammer (Dr. Maidowski und Müller) oder durch die zu deren Vertretung zuerst berufenen Richterinnen und Richter der ersten Kammer (Prof. Dr. Voßkuhle, Hermanns und Prof. Dr. Langenfeld) erfolgt, sondern durch zwei Richterinnen der zweiten Kammer ( Prof. Dr. König und Dr. Kessal-Wulff), die erst an zweiter Stelle zur Vertretung für die Richter der dritten Kammer zuständig sind?

3. Inwieweit haben die Bundesverfassungsrichterinnen Prof. Dr. König und Dr. Kessal-Wulff die Verfassungsbeschwerde (2 BvR 2174/16) zu Gesicht bekommen und gelesen?

4. Sind in die Nichtannahme weitere als die explizit in §93a BVerfGG genannten Kriterien eingeflossen, wenn ja, welche genau?

5. Die Nichtannahme ist innerhalb von 9 Kalendertagen bzw. 7 Werktagen nach Einreichung beschlossen worden. Diese Geschwindigkeit gehört ins Guinness-Buch der Rekorde, auch gerade, weil es um einen Einsatz zur Einmischung in einen Konflikt, der bereits mehrfach beinahe zum thermonuklearen Krieg eskaliert ist, geht. Ist zum Zeitpunkt der Nichtannahme die sorgfältige Prüfung durch den wissenschaftlichen Dienst bereits abgeschlossen gewesen?“

Verfassungsbeschwerde vom 18.10.2016 und Aktenzeichen

Nichtannahme vom 27.10.2016

offener Brief vom 25.11.2016

Antwort des Bundesverfassungsgerichts vom 02.12.2016


V.i.S.d.P.: Volker Reusing, Thorner Str. 7, 42283 Wuppertal

Freitag, 21. Oktober 2016

New Hope for Peace – Rule of the Law instead of Global Escalation for the Syria Conflict

Unser Politikblog | 21.10.2016

(press declaration with the request for publication)

Volker Reusing and Wolfgang Effenberger
 (file number 2 BvR 2174/16)
At the 18.10.2016, Volker Reusing and Wolfgang Effenberger have filed, within the deadline of one year, a Constitutional complaint (file number 2 BvR 2174/16) against the resolution of the Bundestags of the 03.12.2015 (file number 18/6866) on the Syria deployment of the Bundeswehr.

The deployment violates objectively the prohibitions of aggressive war and disturbs the peaceful coexistence of the peoples (art. 26 Basic Law, art. 2 par. 4 UN Charter). In June 2016, the protest by the Syrian government has proven, that it rejects the deployment which has neither been requested by it nor been coordinated with it. Also the parliamentary reservation (art. 115a Basic Law) is violated, because the consent of the Bundestag had also to be requested before the EU resolution of the 16./17.11.2015 (file number 1420/15) on the case of mutual defence. Furthermore, the EU clause on mutual defence (art. 42 par. 7 TEU) has not been valid yet, because, as already the Lisbon Judgement of the 30.06.2009 has established, before that the EU would have to conclude, that it wants a common defence policy, which then would need the consent by the national parliaments of all EU member states (art. 42 par. 2 subpar. 1 TEU). At least the latter has never happened. In addition to that, without a valid clause on mutual defence, the EU is no system of mutual collective security; the Bundeswehr may be deployed in combat only for the defence of the own country and within the scope of systems of mutual collective security (art. 24 par. 2 Basic Law). And the international alliance in the fight against Isis is an ad hoc – alliance without any ratified treaty and so obiously without any clause on mutual defence. Also the Syria resolutions of the UN Securtiy Council do not legalize the deployment, because they do just not state according to art. 42 UN Charter, that peaceful means had remained unsuccessful or hopeless, because they particularly for that reason do not give any authorization for military means, but in the contrary, set on negotiations and on ever harder sanctions against Isis, against Al Qaida, and against ever more groups of their supporters.
The terrorist attacks in Paris of the 13.11.2015 have been below the treshold of a militarily armed attack. The resolution on the case of mutual defence has de facto only disattracted a significant part of the public and of the politicians from the fact, that the Syria deployment is a military intervention
for values and interests (art. 42 par. 5 TEU) and for crisis intervention (art. 43 par. 1 TEU) – corresponding with the ideology of the „humanitarian intervention“. That ideology has developed from the study „Self Determination in the New World Order“ of the year 1992 by the think tank Carnegie Endowment for International Peace, and it aims provenly on making outflankable the prohibition of aggressive war (art. 2 Abs. 4 UN Charter) and the responsibilities of the UN Security Council. The ideology of the „humanitarian intervention“ has been, in the last 24 years, responsible for „colour revolutions“ and for wars including for the nearly escalation of the Syria conflict into a world war, which has been very narrowly averted at the 31.08.2013.

Neue Hoffnung für den Frieden – Rechtsstaatlichkeit statt globale Eskalation für den Syrien-Konflikt


Unser Politikblog | 21.10.2016

(Pressemitteilung mit der Bitte um Veröffentlichung)

Volker Reusing und Wolfgang Effenberger
 mit Verfassungsbeschwerde (Az. 2 BvR 2174/16)
Am 18.10.2016 haben Volker Reusing und Wolfgang Effenberger innerhalb der Frist von einem Jahr Verfassungsbeschwerde (Az. 2 BvR 2174/16) eingelegt gegen den Beschluss des Bundestags vom 03.12.2015 (Drucksache 18/6866) über den Syrien-Einsatz der Bundeswehr.

Der Einsatz verletzt objektiv die Angriffskriegsverbote des Grundgesetzes und der Uno-Charta und stört das friedliche Zusammenleben der Völker (Art. 26 GG, Art. 2 Abs. 4 Uno-Charta). Im Juni 2016 hat der Protest der syrischen Regierung bewiesen, dass diese den ihr gegenüber ungefragten und nicht mit ihr abgestimmten Einsatz ablehnt. Auch der Parlamentsvorbehalt (Art. 115a GG) ist verletzt, denn die Zustimmung des Bundestags hätte auch bereits vor dem EU-Bündnisfallbeschluss vom 16./17.11.2015 (Az. 14120/15) eingeholt werden müssen. Die Bündnisfall-Klausel (Art. 42 Abs. 7 EUV) ist zudem noch gar nicht gültig gewesen, denn zuvor hätte, wie bereits das Lissabon-Urteil vom 30.06.2009 festgestellt hat, erst auf EU-Ebene beschlossen werden müssen, dass die EU eine gemeinsame Verteidigungspolitik haben wolle, und dem von den nationalen Parlamenten aller EU-Mitgliedsstaaten zugestimmt werden müssen (Art. 42 Abs. 2 Unterabs. 1 EUV). Zumindest letzteres ist nie geschehen. Ohne gültige Bündnisfall-Klausel ist die EU auch kein System gegenseitiger kollektiver Sicherheit; außer zur Landesverteidigung darf die Bundeswehr gem. Art. 24 Abs. 2 GG Kampfeinsätze nur im Rahmen von Systemen gegenseitiger kollektiver Sicherheit durchführen. Und die internationale Allianz im Kampf gegen Isis ist ein ad hoc – Bündnis ohne ratifizierten Vertrag und damit offensichtlich ohne Bündnisfall-Klausel. Auch die Syrien-Resolutionen des Uno-Sicherheitsrats können den Einsatz nicht tragen, da sie gerade nicht gem. Art. 42 Uno-Charta feststellen, dass friedliche Mittel erfolglos geblieben oder aussichtlos wären, weil sie deshalb auch gerade keine Ermächtigung für militärische Mittel geben, sondern ganz im Gegenteil auf Verhandlungen und auf immer härtere Sanktionen gegen Isis, gegen Al Qaida und gegen immer mehr Gruppen von deren Unterstützern setzen.
Die Anschläge in Paris vom 13.11.2015 waren unterhalb der Schwelle eines militärisch bewaffneten Angriffs. Der Bündnisfall-Beschluss hat de facto nur einen erheblichen Teil der Öffentlichkeit und der Politiker davon abgelenkt, dass es sich tatsächlich beim Syrien-Einsatz um einen Kampfeinsatz für Werte und Interessen (Art. 42 Abs. 5 EUV) und zur Krisenintervention (Art. 43 Abs. 1 EUV) handelt – entsprechend der Ideologie der „humanitären Intervention“. Diese geht auf die Studie „Self Determination in the New World Order“ des Think Tanks Carnegie Endowment for International Peace aus dem Jahr 1992 zurück und zielt nachweislich darauf, das Angriffskriegsverbot aus Art. 2 Abs. 4 Uno-Charta und die Zuständigkeiten des Uno-Sicherheitsrats umgehbar zu machen. Die Ideologie der „humanitären Intervention“ ist in den letzten 24 Jahren für zahlreiche „Farbenrevolutionen“und Kriege incl. der am 31.08.2013 damals gerade noch abgewendeten Eskalation des Syrien-Konflikts zum Weltkrieg verantwortlich gewesen.